Лозунг на 2017 год: «Бог говорит: И дам вам сердце новое, и дух новый дам вам» (Иез. 36:26)
Friedenskapelle in Wolgograd 01.02.2017

Friedenskapelle in Wolgograd

Die Eröffnungszeremonie der Friedenskapelle besuchten der deutsche Botschafter in Russland Rüdiger von Fritsch, der Direktor des dritten europäischen Hauses des russischen Außenministeriums Sergej Netschajev, sowie Vertreter der veteranen Vereinigung und von Wirtschaftskreisen Bayerns. Des Weiteren kamen Repräsentanten der verschiedenen Kirchen, Bischof der russisch-orthodoxen Kirche, Eminenz Wolgogads und Kamyschins, Herman; Bischof der orthodoxen Kirche Oleg Kirischenko; Militärgeneraldekan des evangelischen Kirchenamtes der Bundeswehr Matthias Heimer; der katholische Bischof Dr. Walter Mixa; Militärbischof Rainer Brummer a.D.; Probst der Unteren Wolgaprobstei Oleg Shtulberg und Pastor Conrad Weber aus Denkendorf.

Der Initiator des Baus der Friedenskapelle, Christian Holtz, ist eine in der Öffentlichkeit der Stadt Denkendorf bekannte Persönlichkeit. Seiner Ansicht nach ist die Friedenskirche ein Symbol von Versöhnung, Freundschaft und Frieden. Sie steht, so Holtz, einerseits für Überwindung von Trauer und andererseits auch das Gedenken an die Verstorbenen. Es handele sich nicht nur um den größten Militärfriedhof in Europa, ist sei ebenfalls ein Zeichen für Beziehungen zwischen Russen und Deutschen. 
Die Friedenskappelle wurde von dem deutschen Architekten Professor Jürgen von Reuss, der ebenfalls Teil der Eröffnungszeremonie war, geplant. Sie ist ein offenes Monument aus Naturstein mit zwei Stelen auf Fundament, einem russisch-orthodoxen und einem westlich-christlichen Kreuz. Man könnte sich unter dem Wort Friedenskapelle ein geschlossenes Gebäude vorstellen, aber das ist es nicht. Die Kapelle umschließt einen offenen Platz, ein Symbol für das Leiden, das auf offenem Land geschehen ist. Die schmerzhafte Zeit der Erinnerung des russischen Volkes, aber auch die der Deutschen und anderer Völker ist noch nicht abgeschlossen. Die beieinander stehenden Kreuze berichten uns von christlichem Glauben, Völker vereinend. Die architektonische Vielfalt der Kreuze ist so gewollt, denn das Kreuz ist ein Symbol des großen Leidens das Menschen einander zufügen können. Zur selben Zeit erinnern die Kreuze an das Leiden Christi, das er freiwillig für uns auf sich genommen hat und alle die, die es ihm gleich getan haben. Aufgrund der Bauweise blickt der Betrachter nicht auf eines der beiden Kreuze als Symbole von Leid, sondern durch sie hindurch in eine Zukunft, in der er nicht an die hier stattgefundenen Ereignisse gefesselt ist. Er sorgt sich liebevoll um diese Zukunft.

 

 

 

Artikel: Tatjana Shtulberg

Übersetzung: Paula Schülke


Возврат к списку