Лозунг на 2017 год: «Бог говорит: И дам вам сердце новое, и дух новый дам вам» (Иез. 36:26)
Weltgebetstag hat einen Potential 06.03.2017

Weltgebetstag hat einen Potential

Außerdem haben wir begriffen, dass man manche Teile des vorgeschriebenen Programms ändern kann, wen sie nicht zum Kontext unserer Gemeinden passen, denn Gebet ist ja eine ernste Sache und nicht zum Vorzeigen.
In Moskau gehen wir nach dem Prinzip vor, dass am Weltgebetstag alle teilnehmen - wie Frauen, so auch Männer. Wir betonen, dass dieser Gottesdienst hauptsächlich von Laien gehalten wird, aber wir bemühen uns auch, die traditionellen liturgischen Formen beizubehalten, ohne die ein christlicher Gottesdienst unmöglich ist, und laden Pastoren und Prediger ein, um diese traditionellen liturgischen Teile zu vollziehen. Besonders betrifft dies die allgemeine Beichte, die Predigt und den Segen. Wir versuchen jedoch auch, eine frische Note in den Gottesdienst am Weltgebetstag einzubringen, und schmücken die Kirche mit frischen Blumen, laden unsere Chöre zum Singen ein (häufig wird der Weltgebetstag zur Testplattform für die Aufführung gerade eingeübter Werke) und finden jedes Jahr eine neue Möglichkeit, kreativ zu werden. 
Das Jahr 2017 ist das Jahr der Reformation. Am 3. März versammelten sich im Gottesdienst am Weltgebetstag Lutheraner und Katholiken, und außerdem besuchten uns wieder orthodoxe Freunde aus dem Diakoniefonds "Staryy Svet", dessen Patron Metropolit Hilarion ist - der Vorsitzende der Abteilung für äußere Kirchenbeziehungen der Russisch-orthodoxen Kirche. Das Programm wurde von Elena Bondarenko, Koordinatorin der Frauenarbeit in der ELKER, zusammengestellt; die Lieder übersetzte der Erzbischof der ELK Russlands Dietrich Brauer; den Gottesdienst bereiteten Frauen aus der Gemeinde der lutherischen St. Petri- und Paulikathedrale vor. Die Predigt hielt Pater Thomas Garcia, Rektor des katholischen St.-Thomas-Instituts. Außerdem wirkten Vertreter des diakonischen Dienstes der Evangelisch-lutherischen und der Römisch-katholischen Kirche beim Gottesdienst mit: Das Evangelium las Elena Poslantschik, Koordinatorin der "Caritas"-Projekte des katholischen Gottesmutter-Erzbistums in Moskau; das Sündenbekenntnis leitete Artis Petersons, Koordinator der Diakonie der ELKER, die Bluemen wurden von der Vorsitzenden des Kirchenvorstands der Kathedralgemeinde Maria Frolowa. Den Gottesdienst begleitete der Chor der Kathedrale unter Leitung von Jekaterina Miroschina und die Organistin der Kathedrale, Irina Schaschkowa-Peterson. Im Zentrum der musikalischen Begleitung stand auch der Jugendchor der französischsprachigen lutherischen Gemeinde Moskaus (Leiterin: Mbolatiana Rakoto, Vorsitzende der Jugendgruppe), zu dessen Gunsten die Kollekte eingesammelt wurde, damit der Chor in der Evangelisch-lutherischen St. Petri- und Pauligemeinde in Jaroslawl auftreten kann, die zur Zentralen Propstei der ELKER gehört. Diese Veranstaltung soll im April im Rahmen der 500-Jahrfeier der Reformation in Russland stattfinden. 
Fünfhundert Jahre Reformation - das war neben dem Gebet für die Philippinen (das Land des Weltgebetstags 2017) Leitmotiv des Weltgebetstags. Pater Thomas Garcia sagte in seiner Predigt, dass er sich in der lutherischen Kathedrale wie zu Hause fühlt, weil er hier als Rektor des katholischen Instituts viele Freunde hat. Er erinnerte sich auch daran, dass Papst Franziskus die Lutheraner während seines Besuchs in einem lutherischen Gottesdienst um Vergebung gebeten hat, und betonte, dass wir vieles gemeinsam haben und dass wir uns auf eine noch größere Annähreung zubewegen. Es ist schon ein Wunder, dass wir die 500-Jahrfeier der Reformen in der Kirche gemeinsam begehen. 
Während des Gottesdienstes konnte man sich während der musikalischen Teile an einer Sand-Show - Sandzeichnungen, die an das Gewölbe der Kathedrale projiziert wurden - erfreuen. Zum Abschluss des Gottesdienstes tranken Gemeindemitglieder und Gäste zusammen Tee und unterhielten sich. Jeder, der wollte, bekam von der Kathedrale Frühlingsblumen - ein Symbol für die Erneuerung der Natur und die Vorbereitung auf die Osterzeit - geschenkt. 
Unsere jahrelange Suche nach einem Konzept für den Weltgebetstag zeigt, dass der Weltgebetstag Potenzial hat. Ein Beweis dafür ist das wachsende Interesse der Gemeindemitglieder und eine größere Teilnehmerzahl als in den vorangehenden Jahren. Auch ist erfreulich, dass an unserem Weltgebetstag in Moskau nun schon traditionell Lutheraner mit Katholiken zusammen teilnehmen. Diese Tradition wollen wir auch nächstes Jahr weiterführen.

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